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Artikel über Gedanken

Die Rolle der Gedanken
18.12.2007 - 00:18 von Headmaster


- James Allen - As a Man Thinketh -

Der Körper ist der Diener des Geistes. Er befolgt die Anweisungen der Gedanken, gleichgültig ob sie absichtlich gewählt werden oder ob sie automatisch zum Ausdruck gebracht werden. Durch die Entstehung negativer Gedanken fällt der Körper schnell Krankheiten und dem Zerfall zum Opfer. Unter der Herrschaft freudiger und schöner Gedanken degegen wird er mit jugendlichem Aussehen und Schönheit beschmückt.

Sowohl Krankheit und Gesundheit, als auch Umstände allgemein wurzeln aus Gedanken. Kranke Gedanken werden sich durch einen kranken Körper äußern. Angstgedanken waren schon immer bekannt gewesen die Fähigkeit zu besitzen einen Menschen genauso schnell zu Töten wie die Kugel einer Waffe, und sie werden sicherlich weiterhin Tausende von Menschen töten, wenn auch nicht so schnell. Die Menschen, die in ständiger Angst vor Krankheiten leben, bekommen diese auch. Angst schwächt schnell den ganzen Körper und öffnet so die Pforten für Krankheiten; während unreine Gedanken, gleichgültig, ob der Körper sich ihnen ergibt oder nicht, bald das Nervensystem zerstören werden.

Starke, reine und freudige Gedanken lassen den Körper in Vitalität und Anmut erstrahlen. Der Körper ist ein empfindliches und formbares Instrument, das stets auf Gedanken reagiert, die ihm aufgezwungen werden, und Gedanken, die zur Gewohnheit geworden sind, werden gute oder schlechte Auswirkungen auf ihn haben.

Alles, was ein Mensch erreicht und alles, was ihm misslingt mündet unmittelbar aus seinen Gedanken. In einem gerecht verteilten Universum, wo ein Verlust des Gleichgewichts die totale Zersörung bedeuten würde, muss die Verantwortung des Einzelnen unabdingbar sein. Die Schwäche und Stärke eines Menschen, sowohl seine Reinheit als auch seine Unreinheit, gehören nur zu ihm und nicht einem anderen; siewerden durch ihn selbst hervorgebracht, und nicht durch einen anderen; und nur er kann das ändern, niemals ein anderer. Sein Zustand ist ebenfalls sein Eigen, und nicht das eines anderen. Sein Leiden und sein Glück sind von innen heraus entstanden. Er denkt, also ist er; er setzt sein Denken fort, so verbleibt er.

Ein starker Mensch kann einem Schwächeren nicht helfen solange dieser nicht gewillt ist sich helfen zu lassen, und selbst dann muss der schwache Mensch durch eigene Anstrengung stark werden; er muss, mit seinen eigenen Mühen, die Kraft entwickeln, die er an anderen bewundert. Niemand außer ihm selbst kann seinen Zustand verändern.

Es war gewöhnlich für Menschen zu sagen: „Viele Menschen sind Sklaven, weil einer der Unterdrücker ist; lasst uns den Unterdrücker hassen.“ Jetzt, allerdings, ist eine wachsende Minderheit unter den Menschen entstanden, die dazu neigt dieses Urteil herumzudrehen, und zu sagen: “Ein Mensch ist der Unterdrücker weil viele Sklaven sind; lasst uns die Sklaven verachten.“

Die Wahrheit ist, dass Unterdücker und Sklave ohne es zu wissen zusammenarbeiten, und während sie sich gegenseitig zu schaden scheinen, schaden sie in Wirklichkeit nur sich selbst.

Durch eine gut ausgeprägte Intelligenz kann man die Vorgehensweise des Gesetzes in der Schwäche der Unterdrückten und der falsch eingesetzten Macht der Unterdrücker erkennen; eine vollkommene Liebe, die das Leiden beider Parteien sieht, missbilligt keine von beiden; die vollständige Barmherzigkeit nimmt sowohl den Unterdrücker als auch die Unterdrückten wahr.

Derjenige, der die Schwäche besiegt hat, und all seine egoistischen Gedanken abgeworfen hat, gehört weder zu den Unterdrückern, noch zu den Unterdrückten. Er ist frei.

Ein Mensch kann nur dann wachsen, siegen, und etwas erreichen indem er seine Gedankenqualität erhöht. Er kann nur dadurch wieder schwach, elend und jämmerlich werden, indem er sich weigert seine Gedanken zu verbessern.

Bevor ein Mensch etwas erreichen kann, gerade auch Dinge weltlichen Ausmaßes, müssen seine Gedanken über sklavische und bestialische Maßlosigkeit hinausgehen. Er kann nicht seine ganzen animalischen Eigenschaften und seinen ganzen Egoismus aufgeben um auf irgendeine Weise erfolgreich zu sein; aber ein Teil davon muss letztendlich dennoch geopfert werden.

Ein Mensch dessen erster Gedanke bestialischer Natur ist kann weder gründlich nachdenken noch systematisch planen; er kann seine verborgenen Fähigkeiten nicht finden und sie nicht weiterentwickeln, genauso wird er bei jedem Versuch das zu schaffen scheitern. Wer nicht damit beginnt seine Gedanken mannhaft zu kontrollieren, der ist nicht in der Lage bestimmte Geschäfte durchzuführen oder für ernste Angelegenheiten Verantwortung zu tragen. Er ist nicht in der Lage unabhängig zu handeln und auf eigenen Beinen zu stehen. Dabei ist er nur durch die Gedanken, die er sich aussucht, eingeschränkt.

Es kann keine Entwicklung oder Zielerfüllung geben ohne davor ein Opfer zu bringen, und für den allgemeine Erfolg des Menschen wird das Aufgeben seiner animalischen Gedanken maßgebend sein. Er wird seine Gedanken auf die Umsetzung seiner Pläne, die Stärkung seiner Entschlüsse und auf seine Eigenständigkeit richten. Und je mehr er seine Gedanken verbessert, umso meschlicher, ehrenwerter, und rechtschaffener wird dieser Mensch werden, umso größer wird sein Erfolg sein und umso wohltuender und andauernder werden seine Errungenschaften sein.

Die Welt bevorzugt nicht die gierigen, die Unehrlichen oder die Bösartigen, obwohl es manchmal auf den ersten Blick so aussieht als würde sie das tun; sie hilft den Ehrlichen, den Großherzigen und den Tugendhaften. All die großen Lehrer unseres Zeitalters haben dies in vielerlei Art und Weise bewiesen und um es zu beweisen und es zu wissen muss der Mensch darauf beharren sich immer mehr und mehr Tugendhaftigkeit anzueignen, indem er seine Gedanken verbessert.

Intellektuelle Errungenschaften sind das Ergebnis der Gedanken, die der Suche nach Wissen oder dem Schönen und Wahrhaftigen im Leben, geweiht sind. Solche Werke können manchmal mit Egoismus und Ehrgeiz verbunden sein, dennoch sind sie keine Erscheinungsformen dieser Charaktereigenschaften.; sie sind natürliche Nebenerscheinungen langer und mühseliger Anstrengung und ehrlicher und nicht-egoistischer Gedanken.

Geistige Erfolge sind die Umsetzung heiliger Bestrebungen. Derjenige, der sich stets edler und erhabener Gedanken annimmt, der in allem, was rein und nicht-selbstsüchtig ist, verweilt, der wird so sicher wie die Sonne den Höhepunkt und der Mond seine Fülle erreichen wird, einen weisen und edlen Charakter erlangen und in einen Zustand von Überlegenheit und Glückseligkeit aufsteigen.

Errungenschaften jeglicher Art sind die Krönung der Mühen, das Diadem der Gedanken. Mithilfe der Selbstkontrolle, der Vorsätze, der Ehrlichkeit, der Rechtschaffenheit und gezielter Gedanken steigt der Mensch auf; dank Tierhaftigkeit, Trägheit, Unehrlichkeit, Verderbtheit und einem Durcheinander der Gedanken dagegen fällt der Mensch wieder zurück.

Ein Mensch kann auf der Welt großen Erfolg erlangen, und sogar einen erhabenen Zustand seiner Gedanken erreichen , und daraufhin dennoch wieder in Schwäche und Armseligkeit

Zurückfallen, indem er es zulässt, dass arrogante, egoistische und schlechte Gedanken die Oberhand gewinnen.

Erfolge, die durch richtige Gedanken erlangt wurden, können nur durch Wachsamkeit beibehalten werden. Viele Menschen lassen nach, wenn der Erfolg ihnen gesichert scheint und fallen schnell in Misserfolg zurück.

Alle Errungenschaften, ob in der Geschäftswelt, der intellektuellen oder der spirituellen Welt, sind die Ergebnisse genau bestimmter Gedanken, sie werden von den gleichen Gesetzen gesteuert und entstehen aus derselben Vorgehensweise; der einzige Unterschied liegt in der Art des Ziels.

Derjenige, der wenig erreichen will, muss wenig opfern; derjenige, der viel erreichen will, muss viel opfern; derjenige, der Großes erreichen will, muss Großes opfern.

Die Menschen werden verunreinigtes und vergiftetes Blut haben, solange sie unreine Gedanken verbreiten. Aus einem reinen Herzen entsteht ein reines Leben und ein reiner Körper. Auf einen geschändeten Geist folgt ein geschändetes Leben und ein geschädigter Körper. Der Gedanke ist die Quelle des Handelns, des Lebens und deren Erscheinung; reinigen Sie die Quelle und alles andere wird rein sein.

Die Veränderung durch eine Diät wird dem Menschen nicht helfen, der nicht auch seine Gedanken verändert. Wenn ein Mensch sich von unreinen Gedanken befreit, verliert er das Bedürfnis nach unreiner Nahrung.

Reine Gedanken verursachen reine Gewohnheiten. Der sogenannte Heilige, der seinen Körper nicht säubert ist kein Heiliger. Er, welcher seine Gedanken bestärkt und veredelt hat muss die bösartige Mikrobe nicht berücksichtigen.

Wenn Sie Ihren Körper schützen wollen, schützen Sie Ihren Geist. Wenn Sie Ihren Körper erneuern wollen, verschönern Sie ihren Geist. Böswillige, neidische, enttäuschende, verzweifelte Gedanken rauben dem Körper seine Gesundheit und seine Anmut. Ein verärgertes Gesicht entsteht nicht durch Zufall; es entsteht durch ärgerliche Gedanken. Unschöne Falten sind gezeichnet durch Torheit, Wut und Stolz.

Ich kenne eine sechsundneunzigjährige Frau, die das strahlende und unschuldige Gesicht eines jungen Mädchens hat. Ich kenne dagegen auch einen Mann, dessen Gesicht unharmonische Konturen angenommen hat. Das eine ist die Folge einer lieblichen und sonnigen Gemütsart; das andere dagegen ist das Ergebnis von Wut und Unzufriedenheit.

So wie man keinen friedlichen und gesunden Wohnraum haben kann solange man keine Luft und keinen Sonnenschein in seine Zimmer lässt, so kann ein starker Körper und ein helles, fröhliches und gelassenes Antlitz nur durch den freien Zutritt für freudige, wohlwollende und heitere Gedanken entstehen. In den Gesichtern älterer Menschen sieht man Falten, die durch Mitleid entstanden sind, bei anderen durch starke und reine Gedanken, und wieder bei anderen wurden sie von Wut geschnitzt: wer kann sie unterscheiden? Denjenigen, die rechtschaffen gelebt haben, begegnet das Alter sanftmütig, friedlich und mit einer leichten Wärme, wie die untergehende Sonne. Ich habe neulich einen Philosophen im Sterbebett liegen sehen. Er war nicht alt - trotz seines hohen Alters. Er starb so lieblich und friedlich wie er gelebt hatte.

Es gibt keinen Arzt der Körperleiden so heilen kann wie ein freudiger Gedanke. Es gibt keinen Trost, der die Schatten des Kummers und der Sorgen so vertreibt wie das Wohlwollen. Fortwährend in Gedanken voll Böswilligkeit, Zynismus, Argwohn und Neid zu leben bedeutet sich in einem Gefängnisloch einzusperren. Aber von allem gut zu denken , sich über alles zu freuen, geduldig zu lernen in allem das Gute zu finden - solch selbstlose Gedanken sind die wirklichen Pforten zum Himmel; Und bis zur Rast,von Tag zu Tag stets in friedlichen Gedanken gegenüber jedem Lebewesen, wird auch Frieden über ihren Besitzer bringen.

Solange Gedanken nicht an einen Zweck gebunden sind, kann das Ziel nicht durch eine intelligente Handlungsweise erreicht werden. Die Mehrheit der Menschen gestattet es ihren Gedanken auf dem „Ozean des Lebens“ zu treiben. Ziellosigkeit ist ein Laster, und solch ein Treiben darf sich für denjenigen nicht fortsetzen, der sich von Katastrophen und Zerstörung befreien will.

Diejenigen, die kein zentrales Ziel in ihrem Leben haben fallen leicht belanglosen Sorgen, Ängsten, Problemen und Selbstmitleid zum Opfer, wobei es sich stets um Anzeichen von Schwäche handelt, die genau so sicher wie geplante Sünden (obwohl sie auf anderem Wege entstehen) zu Versagen, Unglück und Verlust führen, da Schwäche in einem sich weiterentwickelnden Universum nicht bestehen kann.

Der Mensch sollte ein ernsthaftes Ziel in seinem Herzen hegen, und damit beginnen es umzusetzen. Er sollte diese Aufgabe zu dem Zentrum seiner Gedanken machen. Sie kann die Gestalt einer spirituellen Idee annehmen oder eine weltliches Ziel sein, je nachdem, was seinen Neigungen in diesem Moment entspricht; aber welches auch immer es ist, er sollte stets seinen Gedankengang auf das Ziel richten, das er sich gesetzt hat. Er sollte seine diese Aufgabe zu seiner obersten Pflicht machen und sich gänzlich auf deren Erreichung konzentrieren, ohne es zu erlauben, dass seine Gedanken als kurzlebige Fantasien, Sehnsüchte und Vorstellungen umherschweifen. Das ist der königliche Weg zur Selbstkontrolle und richtiger Gedankenkonzentration. Auch wenn es ihm immer wieder misslingt sein Ziel zu erreichen (was zwingend ist, solange die Schwäche die Oberhand behält), wird die gewonnene Charakterstärke das Maß seines wahren Erfolgs sein, und das wird einen neuen Ausgangspunkt für zukünftige Kraft und kommenden Erfolg schaffen.

Diejenigen, die nicht vorbereitet sind auf das Erreichen eines großen Zieles, sollten die Gedanken auf die fehlerfreie Durchführung ihrer jetzigen Aufgabe konzentrieren, gleichgültig wie bedeutungslos die Tätigkeit erscheinen mag. Nur auf diesem Wege können die Gedanken gesammelt und fixiert werden, und Lösungen verbessert und die Tatkraft gesteigert werden, denn wenn dies geschafft ist, gibt es nichts mehr, was unerreichbar sein könnte.

Selbst die schwächste Seele, die ihre Schwächen kennt und an diese Wahrheit glaubt, nämlich, dass Stärke nur durch Mühe und Übung erreicht werden kann, wird durch diesen Glauben plötzlich beginnen sich anzustrengen und Anstrengung zu Anstrengung, Geduld zu Geduld, und Kraft zu Kraft addieren, wird niemals aufhören sich zu entwickeln, und wird zuletzt göttlich stark werden.

Da der körperlich schwache Mensch sich durch sorgfältiges und geduldiges Training stärken kann, kann auch der Mensch mit schwachen Gedanken diese dadurch stärken, indem er sich darin übt richtig zu denken.

Ziellosigkeit und Schwäche aus dem Weg zu räumen, anzufangen zielorientiert zu denken, heißt den Rang derer zu erreichen, die Fehlschläge als einen der Pfade die zum Ziel führen ansehen; denen alle Bedingungen nützen, und die gut nachdenken, furchtlos versuchen und meisterlich erreichen.

Nachdem der Mensch sein Ziel festgelegt hat, sollte er sich gedanklich einen Pfad ausmalen der zu seinem Ziel führt, ohne dabei nach rechts oder links zu blicken. Zweifel und Ängste sollten streng ausgeschlossen werden; sie sind zerstörerische Bestandteile, welche die gerade Linie der Anstrengung unterbrechen, sie krümmen diese und machen sie untauglich und wertlos. Gedanken von Zweifel und Angst haben noch nie etwas erreicht, und werden es auch niemals können. Sie führen stets zu Misserfolg. Zielsetzung, Kraft, Tatendrang, und alle starken Gedanken enden, sobald Zweifel und Angst sich einschleichen.

Der Wille zu handeln entsteht aus der Erkenntnis, dass wir fähig sind zu handeln. Zweifel und Angst sind die großen Feinde der Einsicht, und derjenige, der sie begünstigt, der sie nicht vernichtet, wirkt sich selbst in jedem Schritt entgegen.


Quelle: Übersetzung "James Allen - As a Man Thinketh", 1000tipps.com
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