Artikel über Gedanken » Wie der Mensch denkt, so ist er
Artikel über Gedanken

Wie der Mensch denkt, so ist er
16.12.2007 - 00:11 von Headmaster


- James Allen - As a Man Thinketh -

Gedanken und Charakter

Der Spruch „Wie ein Mensch in seinem Herzen denkt, so ist er“ bezieht sich nicht nur auf das gesamte Sein eines Menschen, sondern ist so umfassend, dass er alle Umstände und Sachverhalte seines Lebens mit einschließt.

Ein Mensch ist buchstäblich das, was er denkt, sein Charakter ist die gesamte Summe all seiner bisherigen Gedanken.

So wie sich die Pflanze aus dem Samen entwickelt und ohne diesen nicht bestehen könnte, entwickelt sich jeder Mensch aus dem versteckten Samen seiner Gedanken und ohne diese Gedanken wäre er nicht der, der er ist. Das trifft ebenso für so genannte „spontane“ und „unüberlegte“ Handlungen zu wie für die, die wohlüberlegt ausgeführt werden.

Die Tat ist die Blüte des Gedanken und Freud und Leid sind seine Früchte; der Mensch erntet somit sowohl die süßen wie auch die bitteren Früchte seiner eigenen Lebensführung.

Gedanken im Geist haben uns erschaffen. Was wir sind, wurde durch unsere Gedanken ausgearbeitet und geformt. Wenn die Seele eines Mannes böse Gedanken hat, so folgt darauf unausweichlich großes Leid. Wenn jemand die Reinheit der Gedanken pflegt, folgt ihm Freude, so wie sein eigener Schatten.

Der Mensch ist etwas nach Gesetzen Gewachsenes, nicht etwas, das künstlich geschaffen wurde und Ursache und Wirkung sind im unsichtbaren Reich der Gedanken ebenso unumgänglich und unbeirrbar wie in der Welt der sichtbaren und materiellen Dinge. Ein großmütiger und gottgleicher Charakter ist nicht das Produkt des Zufalls oder der Gunst, sondern das natürliche Ergebnis der ständigen Bemühung zum richtigen Denken, die Wirkung einer langgehegten Verbindung mit gottähnlichen Gedanken. Ein unedler und roher Charakter ist nach denselben Gesetzen das Ergebnis von schlecht gehegten Gedanken.

Der Mensch wird von sich selbst gemacht oder nicht-gemacht; im Arsenal der Gedanken schmiedet er die Waffen, mit denen er sich selbst zerstört; er gestaltet auch die Werkzeuge, mit denen er für sich traumhafte Villen der Freude, der Stärke und des Friedens baut. Durch die richtige Wahl und den richtigen Einsatz des Geistes erhebt sich der Mensch zur himmlischen Perfektion; durch den Missbrauch und die falsche Anwendung des Geistes steigt er unter das Niveau des Tieres hinab. Zwischen diesen zwei Extremen gibt es viele verschiedene Grade des Charakters und der Mensch ist ihr Schöpfer und Meister.

Von all den schönen Wahrheiten, die die Seele betreffen und die in unserer Zeit an die Öffentlichkeit gelangt sind, ist keine erfreuender oder fruchbarer an himmlischer Verheißung und Glauben als die, dass der Mensch der Gebieter seiner Gedanken ist, der Former seines Charakters und der Schöpfer und Former von Bedingung, Umgebung und Schicksal.

Als ein Wesen von Macht, Intelligenz und Liebe und als der Herr seiner eigenen Gedanken enthält der Mensch den Schlüssel zu jeder Situation in ihm selbst, ebenso wie die umformenden und erneuernden Mittel, mit denen er sich zu dem machen kann, was er sein will.

Der Mensch ist immer der Herr seiner selbst, sogar in seinem schwächsten und verlassensten Zustand; aber in seiner Schwäche und seinem Zerfall ist er der dumme Herr, der seinen “Haushalt” schlecht regiert. Wenn er beginnt über seinen Zustand nachzudenken und sorgfältig nach dem Gesetz sucht, nach dem sein Wesen errichtet wurde, dann wird er ein weiser Herr, der seine Energien mit seiner Intelligenz in Einklang bringt und seine Gedanken auf fruchbare Ergebnisse richtet. Zu einem solchen bewussten Herr kann man nur werden, indem man in sich selbst die Gesetze der Gedanken entdeckt. Diese Entdeckung hängt vollständig von Fleiß, Selbstanalyse und Erfahrung ab.

Nur durch langes Suchen und Graben werden Gold und Diamanten erhalten und der Mensch kann jede Wahrheit, die mit seinem Wesen verknüpft ist, finden, wenn er bereit ist tief genug in der Mine seiner Seele zu graben. Dass er der Former seines Charakters, der Gestalter seines Lebens und der Schöpfer seines Schicksals ist, kann er unfehlbar beweisen, indem er seine Gedanken beobachtet, kontrolliert und verändert, ihre Auswirkungen auf sich selbst, auf andere und auf sein Leben und seine Lebenslagen ausfindig macht. Er muss die Ursache und Wirkung durch geduldiges Üben und Untersuchen verknüpfen und jede seiner Erfahrungen nutzen, selbst die trivialsten und alltäglichsten Ereignisse, um ein Mittel zur Erlangung von Wissen über sich selbst zu finden, welches zu Verstehen, Weisheit und Macht führt. Auf diese Weise ist das Gesetz allgemeingültig, denn “wer da suchet, der findet, und wer da anklopft, dem wird aufgetan.” Nur durch Geduld, Übung und unaufhörliche Hartnäckigkeit kann ein Mann durch die Tür zum Tempel des Wissen treten.

Quelle: Übersetzung "James Allen - As a Man Thinketh", 1000tipps.com


Keine Kommentare News empfehlen Druckbare Version nach oben