Artikel über Gedanken » Klares Ziel: Die Hose passt
Artikel über Gedanken

Klares Ziel: Die Hose passt
05.02.2008 - 02:19 von Headmaster


Sie wollen im Frühling Ihre Wunschfigur haben? Mit konkreten Vorsätzen und festen Terminen stehen die Chancen gut.

Wir denken etwa 65000 Gedanken am Tag. Das ist die große Chance für uns, über unsere mentale Kraft leichter das zu erreichen, was wir wollen. Wir können manche Dinge, wie unser Alter, oder Umstände, wie das Wetter, nicht ändern. Aber unsere Einstellung dazu und damit die Informationsverarbeitung und Wirkung auf uns. Mit Ihren Gedanken können Sie Körpervorgänge und Befinden beeinflussen.

Der Mechanismus lässt sich gut am Placeboeffekt verdeutlichen. So wissen wir heute, dass die Wirkung von Medikamenten und Behandlungen ganz deutlich von den Erwartungen und dem Verhalten des Arztes abhängen. Besonders beeindruckend ist der Bericht von Dr.Bruce Mosly Baylor an der School of Medicine, der Patienten für eine notwendige Knieoperation in drei Gruppen teilte. Bei einer wurde der geschädigte Knorpel abgeschliffen, bei der zweiten das Gelenk gespült, die dritte erhielt eine Schein-OP ohne wirklichen Eingriff. Allen Gruppen ging es nach der Behandlung genauso gut! Sie konnten im Unterschied zu vorher sogar wandern und Sport treiben.

Positiv denken

Der umgekehrte Mechanismus wird Nocebo Effekt genannt, die Erwartung dass etwas nicht funktioniert oder wir keinen Einfluss haben. Ich erwähne ihn hier, weil viele Menschen, die sich mit Ernährung befassen, negative Erwartungen haben. Wenn Sie fürchten, dass Essen dick macht, Sie allergisch reagieren oder Sie es nicht schaffen abzunehmen, wird das auch wahrscheinlicher geschehen.

Wollen Sie etwas für Ihre Wunschform erreichen, können Ihnen Ihr Geist und Ihr Unterbewusstsein dabei helfen oder eben auch gegensteuern. Beobachten Sie einmal wie oft wir wissen, warum etwas nicht geht. Die Argumente sind vielfältig. Wechseln Sie deshalb, um erfolgreich zu sein, als Allererstes in Ihrem Denken von „das geht nicht weil“ zu „wie geht das“ und suchen Sie nach Möglichkeiten. Vorhaben scheitern außerdem daran, dass das Ziel zu unkonkret definiert ist. „Ich will nicht mehr so dick sein“, „ich will abnehmen“ oder „ich will weniger Sorgen haben“ sind schwer erreichbare Ziele weil unklar ist, wie der Zielzustand genau aussieht. Der nächste Schritt ist demzufolge die richtige Zielfestlegung für den Geist wie „70 Kilo wiegen“, „Treppen steigen ohne zu schnaufen“, „Größe 42 tragen“.

Stellen Sie sich die Zieldefinition wie das Navigationssystem eines Autos vor. Wenn Sie eingeben würden „fahre nicht nach Berlin“ und Sie nach Leipzig wollen, passiert nichts. Wenn Sie eingeben Leipzig, werden Sie irgendwo in Leipzig herauskommen. Das wollen Sie ja aber nicht. Erst wenn Sie die exakte Adresse in Leipzig eingeben, fährt das Auto ohne Umwege zum Ziel. Das Ziel sollte genau (Ich trage Konfektionsgröße 42) und positiv formuliertsein. Es sollte weiter durch Sie bestimmt werden können: „Ich gehe laufen wenn mein Partner mitkommt“ ist von jemand anderem abhängig, „ich gehe jeden Sonntag laufen“ nur von Ihnen.

Ein konkreter Termin ist wichtig, zum Beispiel „Ich trage zu meinem Geburtstag 2008 Konfektionsgröße 42“. Sie sehen, wir formulieren das Ziel so, als ob es schon erreicht ist. Das Gehirn unterscheidet nämlich nicht zwischen Realität und Fantasie, sondern wird die Phantasie zur Realität machen.

Ungewollte Konsequenzen

Wenn Sie so weit sind, folgt die Prüfung, ob, wenn das Ziel erreicht ist, das wirklich gut für Sie ist. Oder könnten Konsequenzen zu erwarten sein, die Sie gar nicht wollen? Wenn Sie 20 Kilo abgenommen haben, könnte das dicke Fell fehlen oder Ihre Garderobe nicht mehr passen. Bedenken Sie alle Konsequenzen ehrlich und gründlich.

Dann dürfen Sie träumen und in Bildern schwelgen. Wie wird es sein, wenn Sie am Ziel sind. Fühlt sich das Ziel richtig und gut an für Sie? Unser Unterbewusstsein braucht Herzenssprünge, Emotionales. Erstellen Sie danach einen Plan und überlegen Sie, was alles zu tun ist, um an Ihr Ziel zu kommen. Schreiben Sie es auf. Diese Liste ordnen Sie zeitlich. Vom Ziel aus gesehen bis heute. Kleine Schritte gehen sich leichter als große. Suchen Sie vor allem nach dem ersten Schritt, auch wenn er noch so klein ist. So lange, bis Sie heute, spätestens morgen etwas tun können. Und tun Sie es!

Alle Schritte werden nun mit Terminen versehen. Wiederholen Sie Ihre Ziele sooft es geht, damit Ihr Weg klar dorthin führt und Sie sich von allem fernhalten, was nicht der Zielerreichung dient. Tun Sie täglich etwas für Ihre Ziele und sei es nur daran zu denken und davon zu träumen. Ersetzen Sie auch konsequent alte Zweifel und Gedanken durch Ihre neuen Zielgedanken. Die Welt ist für uns die, die wir sehen. Also sehen Sie sich zunächst einmal so wie Sie sein wollen. Dann werden Sie es auch!

Quelle: Ilona Bürgel, ilonabuergel.de, Ernährungspsychologin, Sächsische Zeitung vom 05.02.2008
Keine Kommentare News empfehlen Druckbare Version nach oben